Landesliga Süd 2006/07 (Stand 17.03.2007)

Ergebnisse

19. Spieltag / 17.03.2007

Samstag, 17.03.2007 15:00
  145 SV Empor Mühlberg (2) Kolkwitzer SV 1896 (11) 1:0 (0:0)  
  146 RSV Waltersdorf 09 (N) FSV Glückauf Brieske Senftenberg (4) 1:1 (0:0)  
  147 VfB Hohenleipisch 1912 (N) 1. FC Guben (8) 2:1 (2:0)  
  148 MSV Hanse Frankfurt (10) Ludwigsfelder FC II (3) 2:1 (0:0)  
  149 SV Döbern (5) BSC 1927 Blankenfelde (6) 1:0 (0:0)  
  151 FSV Union Fürstenwalde (A) KSV Tettau Schraden (9) 2:0 (1:0)  
  152 SV Vogelsang (7) FSV Lauchhammer (12) 5:2 (2:1)  
  150 FV Blau Weiß 90 Briesen (13) SV Grün Weiß Lübben (N) 1:5 (1:4)  

SV Empor Mühlberg (2) - Kolkwitzer SV 1896 (11) 1:0 (0:0)

SV Empor Mühlberg: Rene Jessulat, Andreas Fiedler (56. Volker Marx), Thomas Möckel, Detlef Zimmermann, Ronny Weiß, Henry Bartzsch, Lutz Waldmann, Marcus Beyer, Uwe Hecht, Florian Beyer (83. Tilo Reinkober), David Otto

Kolkwitzer SV 1896: Stephan Choschzick, Mathias Schrödter, Max Streich, Ronny Schopka, Steffen Raschick (82. Benjamin Goertz), Jens Titscher, Markus Kober, Marcel Dietz, Sebastian Becker, Oliver Knaut, Jeffrey Glomba

Tore: 1:0 Florian Beyer (62.)

Schiedsrichter: Steffen Seifert (Zinnitz) - Assistent: Hagen Studier (Lübben)

Zuschauer: 100

Bericht Mühlberg:

Widrige Witterungsbedingungen waren es für Spieler und Zuschauer. Aber Letztere wurden von der eigenen Mannschaft kaum mit einem erwärmenden Spiel belohnt. Versöhnlich war lediglich am Ende, dass das Tor von Florian Beyer in der 62. Minute dem Gastgeber doch noch drei Punkte bescherte.Vor allem die ersten 45 Minuten waren eine große Enttäuschung. Während der Vorletzte aus Kolkwitz durchaus nicht wie ein Absteiger spielte und sich auch nicht hinten reinstellte, sondern sein Heil nach vorn suchte, lief beim Gastgeber nicht viel zusammen. Wenig Konstruktivität kam aus dem Mittelfeld, und im Angriff vermochte man nicht, die erhoffte Torgefahr zu schaffen. So blieb es bei wenigen Chancen für Empor. Dann musste der Gastgeber in der 42. Minute den Ball noch durch einen Feldspieler kurz vor dem Überschreiten der Torlinie aus der Gefahrenzone schlagen. Empor antwortete zwei Minuten später mit einem Kopfball von David Otto, der nur knapp das Ziel verfehlte. Da konnte es nach dem Wechsel aus Sicht des Gastgebers nur besser werden. Doch mit großem Schwung und Druck nach vorn kam Kolkwitz aus der Kabine. Dann waren noch nicht einmal 45 Sekunden gespielt, da hatte Knaut das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß. Zwei Minuten später verpassten zwei Kolkwitzer den Ball nach einem Freistoß von der rechten Seite, und wenig später zischte ein Hinterhaltschuss äußerst knapp am Mühlberger Tor vorbei. Nun pendelte sich das Spiel ein. In der 62. Minute hatte Mühlberg die große Möglichkeit zum Führungstor, Kolkwitz konnte abwehren, aber nicht weit genug. Empor bekam noch einmal die Chance, und nun traf Florian Beyer, gemessen am bisherigen Spielverlauf, zum etwas glücklichen 1:0. Fünf Minuten später folgte eine etwas unübersichtliche Situation vor dem Emporgehäuse, nachdem die Gastgeber zunächst auf das 2:0 gedrängt hatten. Dann aber wurde das Spiel wieder schwächer. Kolkwitz suchte seine Chance zum 1:1, doch nun hielt die Mühlberger Abwehr, auch über die fünf Minuten Nachspielzeit. Da konnte man einige rüde Aktionen der Gäste nicht übersehen, aber sie halfen nicht, das Blatt, sprich das 0:1, noch zu wenden. Empor gewann glücklich, die Gäste waren enttäuscht. Nach langer Zeit feierte Tilo Reinkober wieder seinen Einsatz von der 83. bis zur 95. Minute.

Joachim Hartwig

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Bericht Kolkwitz:

Der KSV versuchte aus einer sicheren Abwehr heraus zum Erfolg zu kommen und hatte die Mühlberger weitgehend im Griff. Die 96er sorgten ihrerseits mit Kontern für Gefahr. So brachte Oliver Knaut bei einem Gegenangriff in der 15. Minute über die rechte Seite Markus Kober in Schussposition, der aber den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Die Niederlausitzer konnten gut gegenhalten, und zum Ende der ersten Hälfte lag sogar die Führung in der Luft. So feuerte Marcel Dietz in der 42. Minute einen beherzten Schuss ab, den Mühlbergs Torwart nur noch zur Ecke lenken konnte. Der Eckball wurde genau auf Steffen Raschick gezirkelt, doch dessen Kopfball konnte von einem Verteidiger von der Linie gekratzt werden. Unmittelbar nach dem Wechsel hatten die Kolkwitzer ihre stärkste Phase. Oliver Knaut marschierte in der 46. Minute halblinks durch, doch sein Ball ging am langen Pfosten vorbei. Erneut Oliver Knaut und im Nachsetzen Jeffrey Glomba, der in der selben Minute mit einem Kracher aus 16 Metern scheiterte, konnten eine Freistoßvorlage von Marcel Dietz nicht unterbringen. Mühlbergs Torwart stand im Brennpunkt und machte noch weitere Kolkwitzer Chancen unschädlich. Mit ihrer ersten nennenswerten Chance der zweiten Halbzeit entschied die Empor-Elf schließlich diese Partie (62.). Eine scharfe Eingabe von links, noch von einem KSV-Verteidiger abgefälscht, netzte Florian Beyer unhaltbar ein.

RSV Waltersdorf 09 (N) - FSV Glückauf Brieske Senftenberg (4) 1:1 (0:0)

FSV Glückauf Brieske Senftenberg: Kenny Börner - Sebastian Penk, Ralf Löwa - Mirko Schulze, Cornel Kaden, Steven Pötschke (70. Carsten Niemtz), Alexander Lehnert, Sebastian Stroech (90. Marcel Ertel), Enrico Hausdorf (76. Paul Barnitzky), Martin Hornung, Stanley Propp

Tore: 0:1 Stanley Propp (64.); 1:1 Stephan Weigel (90+2.)

Schiedsrichter: Mike Kaiser (Werben) - Assistenten: Bernhard Leii (Kahren), Bernd Krüger (Müschen)

Zuschauer: 63

Gelbe Karte: - / Cornel Kaden (3.), Steven Pötschke (5., gesperrt), Alexander Lehnert (3.)

Bericht Waltersdorf:

RSV Waltersdorf 09 musste sich am Sonnabend im Heimspiel gegen FSV Brieske-Senftenberg mit einem 1:1-Unentschieden begnügen und rutschte in der Fußball-Landesliga Süd auf den vierten Platz. Die Waltersdorfer hatte viel Mühe mit der massierten Briesker Abwehr, wobei sich die Gastgeber das Leben durch viele Fehlpässe, zum Teil auch bedingt durch den Wind, zusätzlich schwer machten. Zudem wurden Treffer von Gensigk (38., 75.) und Poerschke (81.) wegen Abseits bzw. vorhergehendem Foulspiel nicht anerkannt.Nach 0:0-Pausenstand verstärkten die Waltersdorfer ihre Angriffsbemühungen, ohne sich gegen das Briesker Abwehrbollwerk entscheidend durchsetzen zu können. Die Gäste hofften aus ihrer Defensivhaltung heraus auf Konterchancen. Diese Rechnung ging in der 65. Minute auch auf. Nach Flanke auf den langen Pfosten streckte sich RSV-Torhüter Katavic vergeblich.Den Gastgebern blieb nichts anderes übrig, als den Angriffsdruck weiter zu erhöhen. Auch die Tatsache, dass ihnen nach dem Rückstand zwei Tore nicht anerkannt wurden, bremste nicht den Elan. Trotzdem sah es schon so aus, als würde der RSV 09 diesmal mit Zitronen handeln. Nach Freistoß traf Jesse die Latte (86.). In der 89. Minute gelang doch noch der Ausgleich. Nach Ecke von Jesse erzielte Weigel sein erstes Landesligator.

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Bericht Brieske:

Sieg aus der Hand gegeben

Es war Beginn ein verteiltes Spiel, welches die magere Zuschauerkulisse (63) zu sehen bekam. Beide Mannschaften am gegenseitigen Abtasten, hatten kaum Torchancen. In der 18. und 20. Minute setzten die Knappen zwei Achtungszeichen. Doch die Fernschüsse auf das Tor stellten für den Keeper des Gastgeber kein Problem dar. Nach einer halben Stunde hatte FSV-Stürmer Enrico Hausdorf die Führung auf dem Fuß. Den Pass von Außen konnte er frei vor dem Tor jedoch nicht verwerten. Erst kurz vor der Pause erhöhten die Platzherren den Druck. Doch die, von FSV-Libero Sebastian Stroech, gut gestaffelte Abwehr zeigt sich konzentrierter als zuletzt gegen Mühlberg. So wurde die einzige Chance der Gastgeber durch die zuschnappende Abwehrfalle vereitelt.

Auch nach der Pause geschah wenig Spektakuläres auf dem Feld. Erst Alexander Lehnert hatte in der 55. Minute den Ball auf den Fuß bekommen. Doch schneller am Ball war der aufmerksame Waltersdorfer Torwart. Der Aufsteiger kam nun ein wenig aus sich heraus und antwortete kurz darauf mit einem harten Fernschuss, den FSV-Keeper Kenny Börner aus dem Dreiangel herausholte. Als in der 68. Spielminute die Waltersdorfer Defensive sichtlich Probleme hatte den Ball herauszuspielen, schnappte sich Stanley Propp das Leder und versenkte es mit Links zum 1:0 für die Knappen.

Waltersdorf, mit sehr gutem Tabellenplatz, wollt das Spiel nicht verloren geben und erhöhte den Druck. Für das Team von FSV-Trainer Wolfgang Hoffmann boten sich Kontermöglichkeiten die der schwarz-gelbe Sturm ungenutzt ließ. Als Sebastian Stroech in der Nachspielzeit verletzungsbedingt ausscheiden musste brach die Briesker Defensive unter dem Endspurt der Platzherren zusammen. Ein flacher 20-Meter-Schuss landete unhaltbar für Kenny Börner im Tor zum 1:1-Endstand.

Dennoch war der Trainer mit der Leistungssteigerung seiner Mannschaft sehr zu frieden. „Vor allem stimmte die Einstellung der Mannschaft und sie hat diszipliniert gespielt“, so Wolfgang Hoffmann.

Clemens Kallasch

VfB Hohenleipisch 1912 (N) - 1. FC Guben (8) 2:1 (2:0)

VfB Hohenleipisch 1912: 1 Christoph Jahn - 5 Sirko Rost, 17 Felix Lindner (83. 16 Thomas Kühnel), 2 Robert Merbitz, 6 Thomas Buchwald - 8 Stefan Werner, 10 Sebastian Schöne (72. 15 Sebastian Stolle), 9 Ralf Illgen, 4 Daniel Gutsche, 3 Steffen Fischer, 13 Marian Elsner

1. FC Guben: Christian Jakob, Maik Tofil, Marko Wessel, Torsten Henning, Frank Bluschke, Robert Gerwitz, Oliver Nitschke, Bejtuhla Bunjaku (46. Ralf Prüfer), Andre Götze (83. Christian Walter), Sascha Prüfer, Sebastian Frank (80. Manuel Woigk)

Tore: 1:0 Daniel Gutsche (34.); 2:0 Ralf Illgen (40.); 2:1 Sascha Prüfer (63.)

Schiedsrichter: Lars Kunitz (Tröbitz) - Assistenten: Pierre Wünsch (Schilda), Sebastian Kohlhoff (Möglenz)

Zuschauer: 102

Gelbe Karte: - / Maik Tofil, Sascha Prüfer

Bericht VfB:

Von den Sitzen riss das erste VfB-Heimpunktspiel des Jahres kaum einen, zumal die Witterungsbedingungen auch nicht gerade ideal waren. Und trotzdem waren am Ende auf Hohenleipischer Seite alle zufrieden, denn mit dem knappen Sieg konnte man nicht nur erstmals die Gubener bezwingen und sich für die Hinspielniederlage revanchieren, sondern tankte mit den ersten Rückrundenpunkten auch Moral für die nächsten Aufgaben.

Mit einem straffen Schuss vom rechten Strafraumeck (1.) hatte der VfB durch Marian Elsner gleich ein Zeichen gesetzt. Danach aber lief auf beiden Seiten nicht viel zusammen und Torszenen blieben aus. Mitte der ersten Hälfte kamen die Gastgeber besser ins Spiel und hatten durch Steffen Fischers Kopfball (26.) die erste echte Torchance. Nach Doppelpass mit Stefan Werner brachte sie Daniel Gutsche mit einem platzierten Aufsetzter-Flachschuss aus zwanzig Metern schließlich in Front (34.). Das beflügelte die Einheimischen, die nun die Szene bestimmten und mehr Zug zum Tor zeigten. Stefan Werner, der sich rechts energisch durchgesetzt hatte und knapp über den Winkel schoss, blieb das 2:0 noch verwehrt (39.). Nur eine Minute später fiel aber der zweite Treffer, Ralf Illgen köpfte einen Gutsche-Freistoß ein. Mit Wiederbeginn hatte Guben umgestellt und erarbeitete sich nach und nach Feldvorteile. Trotzdem hätten die Hohenleipischer die Partei in dieser Phase eigentlich schon entscheiden können, vergaben aber einige Möglichkeiten. Zentral vollkommen frei stehend konnte Felix Lindner den Ball nicht kontrolliert schießen, wurde vom Zuspiel wohl zu sehr überrascht (47). Nur am Außennetz landete der Ball von Stefan Werner (51.) und zwei weitere Konter wurden unkonzentriert abgeschlossen. Bei einem abgefälschten Gubener Freistoß, der am Pfosten landete, hatte die Heim-Elf allerdings Glück (55.). VfB-Keeper Christoph Jahn wurde nur einmal ernsthaft geprüft und wehrte den Gewaltschuss aus acht Metern glänzend ab. Im nächsten Moment war er aber machtlos, als Torjäger Sascha Prüfer doch den Anschlusstreffer erzielte (63.), dem aber ein klares und eindeutiges Foul an VfB-Kapitän Sirko Rost vorausgegangen war. Mit einem Distanzschuss (72.) weckte Steffen Fischer die Platzherren wieder etwas auf, die nun vor allem kämpferische Qualitäten zeigten. Guben bemühte sich zwar, vermochte aber nichts mehr auszurichten, zumal beiden Teams im Schlussabschnitt auf dem schweren Boden die Kräfte schwanden. Die VfB-Abwehr stand, Sascha Prüfer war bei Thomas Buchwald in guten Händen und Robert Merbitz gefiel durch starkes Stellungsspiel. Der VfB hatte sogar noch die Chance zu erhöhen, denn nachdem sich Marian Elsner mit Super-Einsatz den Ball am Strafraum zurückgeholt und Daniel Gutsche bedient hatte, lenkte FC-Tormann Christian Jakob den Ball noch über die Latte (82.). Insgesamt geht der VfB-Sieg auf Grund der besseren Chancen in Ordnung, wenngleich spielerisch noch nicht überzeugt werden konnte.

Frank Thiemig

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Bericht Guben:

Die Partie begann recht zerfahren. Bei den Gästen konnte das Fehlen solcher Leistungsträger wie Ronny Jüngel, Ralf Krischke oder Thomas Schulz doch nicht ganz kaschiert werden. Bei ausgeglichenem Spielverlauf mit beiderseits wenigen Chancen war es dann ein tückischer Flachschuss in der 34. Minute, der dem VfB die Führung brachte. Das 2:0 in der 40. Minute ging auf die Kappe der FCG-Abwehr. Bei dem Kopfball des VfB-Akteurs versäumten es gleich zwei Gubener Verteidiger, angemessen einzugreifen. So wurde praktisch wieder einmal eine Halbzeit verschenkt. Das Trainerduo reagierte prompt und besetzte nach der Pause die Libero-Position mit dem eingewechselten Routinier Ralf Prüfer. Dadurch konnte sich Maik Tofil nach vorn orientieren, was dem Gubener Angriffsspiel sehr gut tat. Der zu seinem ersten Einsatz in der «Ersten» gekommene Youngster Sebastian Frank holte in der 54. Minute einen Freistoß heraus, den aber der VfB-Keeper entschärfte. Nach längerer Torabstinenz meldete sich Sascha Prüfer mit seinem 16. Saisontreffer zurück. Nach diesem schönen Kopfballtor in der 63. Minute war das Spiel wieder völlig offen. Guben spielte nun beherzt mit und ein Remis wäre gerechtfertigt gewesen.

MSV Hanse Frankfurt (10) - Ludwigsfelder FC II (3) 2:1 (0:0)

MSV Hanse Frankfurt: Volker Podlawski, Andreas Kelch, Jakub Pilczuk, Enrico Gonschorek, Tobias Robel (85. Andreas Rode), Kai Bethke, Refal Klimaszewski, Dennis Jegorow, Christian Pschowski (46. Rafael Lenk), Alexander Mikulin (77. Steven Jönson), Torsten Ducklaus

Tore: 1:0 Torsten Ducklaus (52.); 2:0 Torsten Ducklaus (Foulelfmeter, 66.); 2:1 Gabor Kovacs (77.)

Schiedsrichter: Jörn Springer (Eiche) - Assistenten: Martin Weingarten (Berlin), Davis Wendt (Hermersdorf)

Zuschauer: 50

Bericht Hanse:

Hanse stoppt Sturzflug mit 2:1 gegen Ludwigsfelde II

Na bitte, es geht doch noch. Mit dem 2:1 (0:0) gegen den Ludwigsfelder FC II hat der MSV Hanse den Sturzflug nach neun verlorenen Partien gestoppt und rangiert nach dem achten Saisonsieg auf Platz neun der Süd-Landesliga. Ein guter "Einstand³ für Wieder-Spielertrainer Torsten Ducklauß nach der Trennung von Thomas Becker.Das war Balsam für die geschundenen Seelen der Spieler und Fans. "Und

wichtig für das Selbstvertrauen, für die Motivation in den kommenden Partien³, urteilte "Ducki³, der mit dem 1:0 nach Klimaszewski-Freistoß das Signal auf Grün gestellt hatte. Dennis Jegorow sorgte nach einer guten Stunde mit einem sicher verwandelten, aber aus Gäste-Sicht umstrittenen Foulelfmeter nach Mikulin-Faller für die Vorentscheidung. Der Ludwigsfelder Anschlusstreffer nach Gonschorek-Patzer bedeutete nur noch Ergebnis-Kosmetik.Der Gastgeber brauchte lange, "um über den Kampf ins Spiel zu finden" (Ducklauß). Optisch wirkte die junge LFC-Oberliga-Reserve sicherer im Aufbau, machte weniger Fehler, agierte aber zu zögerlich im Abschluss. Die verstärkte MSV-Abwehr ließ andererseits nicht viel zu, machte es Schlussmann Volker Podlawski als Ersatz für den kurzfristig wegen eines Lehrgangs

ausgefallenen Tomasz Taniukiewicz leicht.Nachdem Christian Pschowski die einzige echte Chance versiebt hatte (18.),wurden die nervös beginnenden Platzherren des Mittelwegs erst nach einer

halben Stunde mutiger im Zug nach vorn. Ducklauß verzog aber knapp nach Klimaszewski-Pass (35.) und scheiterte danach mit einem Hebeversuch am herausgelaufenen Torwart Gordon Carstens.Nach dem Pausentee wurden die Hanse-Aktionen vor allem dank des einsatzstarken Ducklauß gefährlicher, zwingender. Auch nach dem Foul von Manndecker Ringo Habestadt hielt der Frankfurter Kapitän seine Nerven im Zaum, bewahrte Contenance, und markierte drei Minuten später sein 11.Saisontor. Obwohl ihm ein Elfmeter versagt blieb, viermal die Abseitsfahne gegen ihn geschwenkt wurde, nahm er das Schiedsrichter-Trio in Schutz: "Die Unparteiischen machten einen guten Job, verhinderten Hektik und grobe Fouls.³ Auch in dieser Beziehung ist der 32jährige Bundespolizist ein vorbildlicher Kapitän.

Noch erwähnenswert: Rafal Lenk (26) vom Viertligisten Cybinka war erstmals spielberechtigt, könnte nach normalen Anpassungsproblemen als fünfter Pole im Hanse-Dress durchaus eine Verstärkung für die Oderstädter werden.

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Bericht Ludwigsfelde:

Viel hatten sich LFC-Trainer Michael Jürschik und seine Mannen vorgenommen. Der durch eine Serie von Niederlagen verunsicherte Gegner sollte für drei Punkte auf dem Ludwigsfelder Konto sorgen. Mit drei Stürmern wollte der Gast auf dem Miniplatz des MSV für mehr Raum sorgen, nach genauen Pässen auf die Angreifer blitzschnell nachrücken und Hanse so unter Druck zu setzen.Was in Hälfte 1 kaum einmal gelang. Die Stürmer wurden zu ungenau angespielt. die Mittelfeldspieler rückten viel zu langsam nach. So kamen die Frankfurter vor der Pause zu zwei riesigen Konterchancen, die sie aber ungenutzt verstreichen ließen. Die 1. Halbzeit verstrich so mit fast gleichwertigen Spielanteilen im Mittelfeld auf sehr mäßigem Niveau.In der Pause war man dennoch noch guter Dinge im Lager des LFC. Aber in der 52. Minute wurde dessen gesamte Hintermannschaft bei einem MSV-Freistoß im kollektiven Tiefschlaf erwischt. Ludwigsfelde reagierte zu behäbig, Frankfurt dagegen blitzschnell. Mit langem Pass wurde der Ball wieder ins Spiel gebracht. Hanse-Angreifer Torsten Ducklauß lief unbehelligt los, erreichte den Ball und konnte das Tor nicht mehr verfehlen. Torhüter Gordon Carstens war beim Frankfurter 1:0 machtlos. Ein knappe Viertelstunde später verlor der LFC II wieder einmal nach einem groben Abspielfehler den Ball im Mittelfeld. Martin Bartusch konnte den darauf durchgebrochenen MSV-Angreifer nur noch unfair bremsen. Referees Jörn Springer (Eiche) pfiff Elfmeter, aus Jürschiks Sicht durchaus vertretbar. Ducklauß vollstreckte sicher zum 2:0 (66.).Danach begann das schon längst fällige Aufbegehren des Gastes. Er hatte nun das Sagen auf dem Platz, ohne sich daraus zwingende Chancen zu erarbeiten. Einmal nur hätte Daniel Müller mit einem Kopfball den Anschlusstreffer erzielen können – in diesem Spiel die erste Chance des LFC II. Er zielte aber zu hoch. Danach machte der Hanse-Keeper einen Weitschuss von Steven Röschke mit einer großartigen Parade zunichte. Das jetzt überfällige 2:1 fiel dann doch noch (77.). Gabor Kovacs nahm einen lang in die MSV-Hälfte geschlagenen Pass auf und markierte gekonnt das Tor. Dabei aber blieb es.Das Bemühen seiner Elf zumindest um das Ausgleichstor sei in jedem Fall erkennbar gewesen, so Trainer Michael Jürschik enttäuscht. Er sah aber bei einigen seiner Leute ein gehöriges Maß an Selbstüberschätzung, die sich trotz großer sportlicher Pläne und großer Reden an diesem Tag nicht einmal in der Landesliga durchsetzen konnten. "Für die jungen Aktiven war es eine Lehrstunde." phe

SV Döbern (5) - BSC 1927 Blankenfelde (6) 1:0 (0:0)

SV Döbern: Peter Prohaska, Matthias Robisch, Jens Sonntag , Zbigniew Januszewski, Christian Jensch, Mario Rademacher, Piotr Andrzejewski, Dennis Augsburg (78. Maik Steinke), Robert Waltschew, Erwin Labul, Markus Berno

Tore: 1:0 Piotr Andrzejewski (89.)

Schiedsrichter: Jens Kazmierowski (Meuro) - Assistenten: Christian Pomerhans (Senftenberg), Mario Poick (Meuro)

Zuschauer: 70

Bericht Döbern:

Die Blankenfelder kamen als klarer Favorit und begannen auch spielbestimmend. Die Döberner stellten sich aber mit zunehmender Spieldauer besser auf den Gegner ein und übernahmen selbst die Initiati- ve. In der 21. Minute setzte Dennis Augsburg Erwin Labul in Szene, doch der legte sich den Ball etwas zu weit vor. Schon im Gegenzug been-deten die Dahmeländer einen Angriff mit einem Pfostenschuss. In der 32. Minute traf Markus Berno nach einer Kombination über Pjotr Andrzejewski und Erwin Labul nicht ganz. Die zweite Halbzeit ging dann an die aufopferungsvoll kämpfenden Döberner. Der Gäste-Torwart vereitelte zweimal in großartiger Manier Gelegenheiten von Robert Waltschew (82.) und dem allein durchgelaufenen Erwin Labul (84.). In der 89. Minute erlöste Pjotr Andrzejewski sein Team von dem Albtraum eines erneut sieglosen Spieles. Sein Freistoß aus 25 Metern Entfernung senkte sich ins Dreiangel des Blankenfelder Tores zum vielumjubelten Siegestreffer für die Döberner. Der BSC-Trainer zeigte sich fair und bescheinigte den Glasstädtern einen nach der zweiten Halbzeit verdienten Sieg.

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Bericht BSC:

Die Uhr von BSC-Coach Henry Zibulski zeigte 1:10 Minuten in der Nachspielzeit, als Mario Schrepffer ohne größere Not den Döberner Neuzugang Zbigniew Januszewski foulte. Der gute Referee Jens Kazmierowski (Meuro) entschied auf Freistoß für das gastgebende Tabellenschlusslicht. Pjotr Andrzejewski trat zur Ausführung an und erzielte aus 25 Metern direkt das Tor des Tages. "Ein Sonntagsfreistoß," meinte Zibulski. "Der senkte sich wie ein Stein ins Netz."Mit dem 0:0, das über die reguläre Spielzeit Bestand hatte, hätten die Blankenfelder zwar nicht zufrieden, aber unbeschwerter wieder nach Hause fahren können. So aber bleiben doch einige Fragen offen. "Wir boten gegen den Tabellenletzten eine völlig enttäuschende Leistung", kritisierte Klaus Janneck, Geschäftsführer des BSC. "Wohl die schlechteste Saisonleistung." Eine Einschätzung, die Trainer Zibulski relativierte. "Wir können es nicht ändern, müssen damit leben und dürfen nun nicht in Selbstzerfleischung verfallen." Es seien die "letzten Mohikaner" gewesen, die in Döbern, das seit jeher für die Blankenfelder kein gutes Pflaster zu sein scheint, für den Verein da waren. "Auch der Wille war da", so Zibulski. "Aber wir sind von Anfang an nicht in die Kombinationen gekommen. Das blieb alles nur Stückwerk." Wind, Regen, Hagel, tiefes Geläuf und ein Gegner mit Kampfgeist und Moral taten ein Übriges. "Die Döberner hatten nichts zu verlieren. Und so haben sie auch gespielt", so der BSC-Coach weiter. "Kompliment an den Gegner." Aus dem Mittelfeld der Gäste fehlte es an Impulsen, weil Marco Alisch von Januszewski, einem von mehreren in der Winterpause zum SV Döbern gestoßenen neuen Aktiven, an die Kette gelegt wurde. Im Angriff wurden die wenigen Chancen, die sich den Gästen boten, nicht konsequent genutzt (Steve Roese, Thomas vom Hagen). "In entscheidenden Situationen wurden die falschen Entscheidungen getroffen", so die Traineranalyse. Auch die Platzherren kamen nur zu wenigen Gelegenheiten. Bei einem Konter in der 19. Minute war BSC-Keeper Christian Schaller auf dem Posten. In der 84. Minute fischte er, gemeinsam mit Libero Toni Reinholz der Beste im Blankenfelder Trikot, einen Ball aus dem Eck und sicherte vorerst das torlose Remis. Am Ende blieben aber bei den Gästen nur lange Gesichter, zweimal die fünfte Gelbe Karte gegen Kai Alexander Donner und Mario Schrepffer und die Trainererkenntnis, dass man nun Punkte sammeln müsse, um nicht in akute Abstiegsgefahr zu geraten. mm

FSV Union Fürstenwalde (A) - KSV Tettau Schraden (9) 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Andreas Nitsche (Foulelfmeter, 45.); 2:0 Marcel Gernetzke (90.)

Schiedsrichter: Torsten Günther (Fredersdorf/Vogelsdorf) - Assistenten: Mayko Meier (Fürstenwalde), Andreas Malik (Schöneiche)

Zuschauer: 110

Bericht Tettau:

Arg geschwächt durch Verletzungen und andere Gründe trat der KSV den weiten Weg zu den in letzter Zeit so erfolgreich operierenden Fürstenwaldern an. Der Gastgeber begann die Partie auch wie die Feuerwehr. Lautstark und mit gegenseitigen Anfeuerungsrufen machte er sich Mut und suchte den direkten Weg zum schnellen Tor. Doch mit zunehmender Spielzeit stellten sich Frustausbrüche ein.

Diese für die Platzherren glücklose, aber auch torlose Phase der ersten Halbzeit war auch Torwart Thomas Gröger und dem sehr stellungssicheren und kopfballstarken Libero Heiko Gajewski zu verdanken.

Dann, vor der Halbzeitpause, die umstrittene Nachspielzeit von drei Minuten. Der Schiedsrichter begründete sie damit, dass die Platzherren zu viele Schüsse ins Tor-Aus kanoniert hätten. Aber fast zeitgenau mit dem erwarteten Pausenpfiff kam es zu einem Eckstoß der Tettauer, den der Schiri ausführen ließ. Doch er ließ auch den Gegenangriff weiterlaufen, der mit einer eindeutig theatralischen Schwalbe des Fürstenwalder Dressler endete. Der Schiedsrichter sah nur im Umdrehen den Spieler im Strafraum liegen und entschied sofort auf Foulstrafstoß. Diesen verwandelte Andreas Nitzsche zum 1:0.

Auch nach dem Wechsel kämpften die Tettauer unverdrossen um den Ausgleichstreffer, ohne jedoch Gleichwertigkeit im Feldspiel zu erreichen. So blieb es bis zur regulären 90. Minute bei der knappen 1:0-Führung der Platzherren. Und da der Schiedsrichter wieder drei Minuten nachspielen ließ, fiel in dieser Nachspielzeit das 2:0 für die Fürstenwalder.Das Fehlen der Leistungsträger Berner, Ulbrich und Richter konnte nicht kaschiert werden. Hinzu kam, dass René Bartsch in der Pause verletzt in der Kabine blieb.

Horst Herbst

SV Vogelsang (7) - FSV Lauchhammer (12) 5:2 (2:1)

Tore: 1:0 Norman Elsner (3.); 2:0 Christian Wullf (6.); 2:1 Marcel Kunert (39.); 3:1 Sebastian Schulz (48.); 4:1 Norman Elsner (53.); 4:2 Karsten Schleifring (78.); 5:2 Ronny Dzewior (88.)

Schiedsrichter: Carsten Richter (Dissenchen) - Assistenten: Lars Heinriche (Guben), Andreas Pfister (Guben)

Zuschauer: 165

Bericht Lauchhammer:

Warten auf den ersten Sieg

FSV-Trainer Maik Schwabe hatte vor Spielbeginn einige Sorgenfalten im Gesicht, fehlten ihm doch für dieses wichtige Spiel einige Stammkräfte. Der Tabellenvierzehnte war also krasser Außenseiter. Dabei begann es doch gar nicht so schlecht. Der erste Angriff brachte gleich Gefahr.

Nach einer guten Flanke von Steffen Hanko vergab Karsten Schleifring eine so genannte 100-prozentige. Im Gegenzug brachte der erste Angriff der Gastgeber eine gute Gelegenheit. Die nächsten beiden wurden besser genutzt. Dabei sah die FSV-Abwehr nicht gut aus. Norman Elsner traf in der 4. Minute zum 1:0, zwei Minuten später erhöhte Christian Wulff auf 2:0. Ein klassischer Fehlstart für die Gäste. Sie gaben sich aber nicht auf und kämpften um den An-schluss. Steffen Hanko hatte dazu zwei gute Möglichkeiten, ehe Marcel Kunert zum verdienten 2:1 (39.) traf. Drei Minuten später vereitelte Uwe Schwabe eine große Chance.

Gleich nach dem Pausentee wuschen die Gastgeber scharf nach. In der 48. Minute erzielte Sebastian Schulz das 3:1. Fünf Minuten später sorgte Norman Elsner nach einer Flanke von Kapitän Frank Bortz für die Vorentscheidung. Die Lauchhammeraner versteckten sich zwar nicht. Vogelsang ließ jedoch nichts mehr anbrennen.

In der 78. Minute flackerte noch einmal kurz Hoffnung auf, als Marcel Kunert einen trockenen Schuss im Kasten zum 4:2 versenkte. Die Gastgeber antworteten mit dem lange verletzten Ronny Dzewior zum Endstand von 5:2 (85.). Die Partie war gelaufen. Dem FSV bleibt nur die Hoffnung, die dringend benötigten Punkte im Abstiegskampf in den nächsten Partien einzusammeln. Harry Voll

FV Blau Weiß 90 Briesen (13) - SV Grün Weiß Lübben (N) 1:5 (1:4)

FV Blau Weiß 90 Briesen: Reno Ballhorn, Björn Zickerow, Thomas Kussatz, Ronny Anke, Sebastian Harnisch (66. Christopher Kussatz), Pascal Brunsch (72. Danilo Borchert), Manuel Wendt, Lukasz Lizurek, Mathias Klein, Denis Gärtner (56. Reiko Ballhorn), Maik Mlynarczyk

SV Grün Weiß Lübben: Christian Harmuth, Marco Possling, Michael Staude, Marko Polowy, Oliver Keutel, Peter Tyra (37. Sebastian Rieger), Jörg Handrick (71. Jan Niechciol), David Jedro (68. Andre' Kopsch), Gordon Pohle, Denny Matthes, Henry Löwa

Tore: 0:1 Denny Matthes (3.); 0:2 Oliver Keutel (12.); 0:3 Jörg Handrick (19.); 1:3 Maik Mlynarczyk (37.); 1:4 Jörg Handrick (41.); 1:5 Oliver Keutel (50.)

Schiedsrichter: Stefan Lüth (Sperenberg) - Assistenten: Lars Anders (Blankenfelde), Frank Kerrat (Prötzel)

Zuschauer: 105

Gelbe Karte: Denis Gärtner (2.), Danilo Borchert (8.), Björn Zickerow (5., gesperrt), Thomas Kussatz (4.), Reiko Ballhorn (3.) / Marco Possling (2.)

Bericht Briesen:

Herbe Niederlage

Der 19. Spieltag endete mit einer herben Niederlage für die Blau Weißen. Man konnte in keiner Weise an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und verlor auch in der Höhe zu recht. Die erste Chance im Spiel hatten jedoch die Gastgeber. Einen Freistoß von Mathias Klein verpasste Denis Gärtner in der 3. min nur knapp. Fast im direkten Gegenzug fiel schon die 1:0 Führung für den Tabellenführer. In der 4. min setzte sich einer der beiden sehr guten Läufer außen durch und brachte den Ball in den Strafraum. Denny Matthes war aus 14 m mit dem Kopf zur Stelle. Er traf den Ball zwar nicht voll aber dafür senkte er sich in die lange Ecke. Das Trainergespann Orlowski/Sauer hat vor dem Spiel noch vor der absoluten Stärke des Tabellenführers, das Spiel über außen zu machen, gewarnt. Leider blieben diese Worte in der Kabine. Schon nach zwölf Minuten der nächste Rückschlag für das Heimteam. Einen hohen Ball konnte ein Briesener Verteidiger nicht aus dem Strafraum köpfen. Sein Kopfball ging quer vor das Tor. Dort war wieder Denny Matthes zur Stelle und ließ Reno Ballhorn im Briesener Tor auch nicht gut aussehen. Briesen war wie gelähmt und brachte wenig zusammen. Das lag in einem an der guten Defensivarbeit von Lübben und im anderen an der Ungenauigkeit der Zuspiele im Briesener Aufbauspiel. So war es nur eine Frage der Zeit, wann Lübben seinen Vorsprung ausbaut. In der 19. min war es dann so weit. Wieder kam der Ball von außen, wieder wurde in der Mitte nicht richtig gedeckt und so kam Joerg Handrick völlig frei zum Kopfball und erzielte die 3 : 0 Führung. Briesen konnte sich etwas aus der Umklammerung lösen und hatte seinerseits jetzt auch Chancen. Kapitän Mathias Klein schoß aus 20 m auf das Tor, konnte aber Torwart Christian Harmuth nicht überwinden. Auch Manuel Wendt konnte eine Eingabe von Maik Mlynarczyk nicht verwerten und scheiterte ebenfalls am Lübbener Torwart. In der 37. min dann aber doch ein Erfolgserlebnis für den FV Blau Weiß. Eine Ecke von Lukasz Lizurek köpfte Mathias Klein in den 5 m Raum zu Manuel Wendt. Dessen Kopfballverlängerung verwertete Maik Mlynarczyk zum zwischenzeitlichen 1 : 3. Doch die Freude darüber währte nur fünf Minuten, dann war der alte Abstand wieder hergestellt. Wie sich die Situationen in diesem Spiel doch gleichen kam der Ball wieder über außen und abermals war Torjäger Handrick zur Stelle und schob aus Nahdistanz zum 4 : 1 ein. So ging es auch in die Halbzeit. Nach der Halbzeit machten die Gäste etwas ruhiger und konnten nur in der 50. min noch mal jubeln. Einen Freistoß aus 20 m schoß Oliver Keutel durch die Mauer und erzielte so die 5 : 1 Führung. Briesen hatte in der zweiten Hälfte auch noch Möglichkeiten. Konnte aber kein weiteres Tor erzielen, so das es bei dem 1 : 5 aus Briesener Sicht blieb.

Patrick Sauer

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Bericht Lübben:

Beste Auswärtsleistung

Mit einem hoch verdienten Auswärtssieg haben die Kicker von Grün-Weiß Lübben ihre Führung in der Landesliga weiter gefestigt. Gegen die vom Abstieg bedrohten Gastgeber boten die Grün-Weißen vor den zahlreich mitgereisten Fans die bisher beste spielerische Auswärtsleistung. Am Ende gelang den Minkwitz-Schützlingen ein deutlicher 5:1-Erfolg.

Bereits nach vier Minuten erzielte der in überragender Tagesform spielende Denny Matthes mit einem platzierten Kopfball ins rechte äußere Eck die Lübbener Führung. Vorausgegangen war eine Flanke von der linken Seite durch Michael Staude, der ebenfalls im gesamten Spielverlauf zu überzeugen wusste und den Kapitän der Blau-Weißen weitestgehend abmeldete.

Nach diesem Auftakt nach Maß bestimmten die Schützlinge von Trainer Dirk Minkwitz das Spielgeschehen, während die Gastgeber mit viel Einsatz Paroli boten. In der zwölften Minute markierte Denny Matthes mit einem weiteren Kopfballtor aus Nahdistanz das 2:0 für die Gäste. Nun lief das Spiel der Lübbener, bei denen Mannschaftskapitän Sebastian Jurrack erneut eine überragende Abwehrleistung bot, auf Hochtouren. In der 19. Minute setzte sich Peter Tyra am rechten Flügel durch. Den von ihm maßgenau geschlagenen Ball verwandelte Grün-Weiß-Torjäger Jörg Handrick per Kopf zum 0:3 - die Vorentscheidung.

Libero Marco Possling hatte kurz darauf mit seinem scharfen Freistoß keinen Erfolg, dieser wurde zur Ecke abgewehrt. Trotz des klaren 0:3-Rückstands bäumten sich die Blau-Weißen auf und prüften nach einer halben Stunde den gut haltenden Grün-Weiß-Keeper Christian Harmuth zweimal. In der 37. Minute erzielten die Gastgeber durch einen Kopfball von Denis Gärtner das Ehrentor. Doch bereits vier Minuten später setzte sich Denny Matthes von der Mittellinie gegen mehrere Abwehrspieler bis zum Strafraum durch, passte zum mitgelaufenen Jörg Handrick, der mit viel Übersicht die Kugel flach einnetzte. Mit einer beruhigenden 4:1-Halbzeit-Führung gingen die Spreewaldstädter in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang schnürten die Grün-Weißen den Gastgeber weiter in der eigenen Hälfte ein, wobei Briesen mit vielen Fouls versuchte, das Ergebnis zu verbessern. Schiedsrichter Stefan Lüth aus Sperenberg hatte jedoch das Match jederzeit im Griff und verteilte an die Gastgeber insgesamt fünf gelbe Karten. In der 50. Minute erhöhte Oliver Keutel mit einem scharf getretenen Freistoß aus 18 Metern, der flach im Gehäuse der Briesener einschlug, zum 5:1.

Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit wechselte Trainer Dirk Minkwitz drei Ersatzspieler ein, die sich nahtlos in die bis dahin gute Mannschaftsleistung einreihten. Nun ging der tadellos spielende Marco Possling ins Mittelfeld und setzte dort die Akzente. Für ihn spielte der erfahrene Marko Polowy wieder Libero, und auch Sebastian Rieger ließ mit tollem Einsatz seinem Gegenspieler keine Chance. Gastgeber-Torwart Reno Ballhorn wuchs über sich hinaus und vereitelte noch einige Einschussmöglichkeiten und damit eine höhere Niederlage der Blau-Weißen. Die letzte Torchance gab es in der 89. Minute. Nach einem scharf getretenen Freistoß vom agilen Gordon Pohle lenkte er den Ball gerade noch über die Latte. Der Schlusspfiff des gut leitenden Referees besiegelte den hochverdienten Lübbener Auswärtssieg.

Von Konrad Keutel


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