23.10.2010 / 9. Spieltag der Landesliga Süd Brandenburg
BSC Preußen Blankenfelde/Mahlow - VfB 1912 0:4 (0:2)
Mit Disziplin zum Auswärtssieg – der VfB bleibt dran
Mit diesem souveränen Auswärtserfolg, der im Vorfeld so nicht unbedingt erwartet werden konnte, festigte der VfB seine Verfolgerrolle. Die Platzherren schienen im Aufwärtstrend und hatten sich einiges vorgenommen. Genau wie die Hohenleipischer, nur konnten die es auch umsetzen und vor allem in den entscheidenden Phasen die Treffer landen. Basierend auf einer soliden Abwehrarbeit wurden die Trainervorgaben auch in den anderen Mannschaftsteilen eingehalten, was die vier Stürmertore nur untermauern. Im schmucken Mahlower Stadion hatte zunächst Blankenfelde mehr Ballbesitz, brachte aber nichts Konstruktives zustande. Dem VfB gelangen nach und nach die ersten Offensivaktionen und die erste Möglichkeit wurde gleich zur Führung genutzt. Tommy Lehmann passte aus dem rechten Halbfeld diagonal in den Strafraum, wo Gordon Gartz patzte und Sascha Gutsche ganz sicher gegen den Preußen-Keeper einnetzte (16.). Der verhinderte mit einer Glanztat nur zwei Minuten später gegen Torsten Schollbach das 0:2 und erneut Torsten Schollbach scheiterte, als sein Kopfball von der Linie geschlagen wurde (21.). War dem lauffreudigen Sven Kubik im nächsten Angriff noch der Torerfolg verwehrt, köpfte er dann die feine Freistoßflanke von Christoph Wenzel unhaltbar ein (24.). Danach wurden die Gäste etwas passiver und Preußen bestimmte das Geschehen. Per Konter nach Hohenleipischer Eckball hatte Thomas Welskopf die erste BSC-Chance, köpfte aber drüber (33.). Bis zur Pause sollten die Platzherren ihre beste Phase haben und waren dem Anschlusstreffer nahe. Gegen Marco Ahlisch parierte Robert Jacobasch (36.), noch einmal verfehlte Thomas Welskopf den Kasten (39). und Christian David lenkte einen Freistoß zur Ecke (43.). Lange vor dem Wiederanpfiff standen die Preußen-Kicker auf dem Platz, ganz im Gegensatz zum Spielbeginn, wo man den Gegner und das sehr gute Schieri-Trio warten ließ. Schnell den Anschlusstreffer zu erzielen, konnte nur die Anweisung gewesen sein, allein es fehlte an der Umsetzung gegen die gut aufgelegte und eingestellte VfB-Elf. Die vergab innerhalb einer Minute zwei exzellente Möglichkeiten. Nach Vorarbeit von Sascha Gutsche traf Stefan Werner aus Nahdistanz den Tormann (48.), hatte dabei auch etwas Pech und dann zögerte Sven Kubik etwas zu lange, nachdem Christoph Wenzel aufgelegt hatte (49.). Blankenfelde mühte sich weiter, mehr aber auch nicht und Torgefahr schufen nur die Gäste. Die zogen mit dem dritten Tor den Einheimischen endgültig den Nerv und hatten das Spiel frühzeitig entschieden. Sven Kubik bediente mit einem genau getimten Pass den rechts gestarteten Sascha Gutsche, der Florian Mansbart zum zweiten Mal narrte (56.). Der Feldverweis von Clemens Riewe wegen Schiedsrichterbeleidigung (60.) war sicher auch Zeichen der eigenen Enttäuschung, hatte auf das Spielgeschehen aber keinerlei entscheidenden Einfluss mehr. Schließlich fabrizierte das Duo Kubik/Gutsche ausgehend von einem Einwurf mit schönem Zusammenspiel auch noch den vierten Treffer (63.). Danach war die Partie praktisch vorbei, Hohenleipisch spielte weiter diszipliniert und konzentriert und verwaltete den Vorsprung, wogegen die Preußen schon demotiviert wirkten. Im gesamten zweiten Durchgang bleiben sie ohne Tormöglichkeit und hatten in der Schlussminute Glück, dass Christoph Wenzel in bester Position mit freier Schussbahn daneben zielte. Gleich wenn dem VfB immer noch wichtige Leute nicht zur Verfügung standen, lieferte die Mannschaft diese Woche in Blankenfelde wieder eine sehr couragierte und überzeugende Leistung ab und konnte somit den schlechten Heimauftritt der Vorwoche rehabilitieren.
BSC: Mansbart, Garz, Neuendorf, Riewe (56. RK), Bialon, Iraki, Roell, Gruse (73. Roecker), Welskopf, Ahlisch (GK), Schult.
VfB: Jacobasch, Elsner, Buchwald, Merbitz, Lehmann, David, Schollbach, Werner, Wenzel S. Gutsche (74. Biebach), Kubik (80. Roigk).
Tore: 0:1 S. Gutsche (16.), 0:2 Kubik (24.), 0:3 S. Gutsche (56.), 0:4 Kubik (63.)
Schiedsrichter: Mike Schläger (Wulkow)
Zuschauer: 60
Bericht und Bilder: Frank Thiemig
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Fester Zusammenhalt zwischen allen Mannschaftsteilen war eine der Grundlagen für den VfB-Sieg – und auch ein entscheidender Unterschied zwischen beiden Kontrahenten.
Auf geht’s. BSC-Kapitän Thomas Welskopf scheint schon etwas skeptisch dreinzublicken – ob er ahnt, wie die Partie laufen wird?

Stefan Werner zieht an, ist schneller als Nicky Roell.
Duell der Kapitäne: das ging an Thomas Buchwald vom VfB, auch wenn Thomas Welskopf hier zum Schuss ansetzt.