28.08.2010 / 2. Spieltag der Landesliga Süd Brandenburg
FV Blau-Weiß 90 Briesen - VfB Hohenleipisch 1912 0:1 (0:0)
Schollbach sichert Sieg in der Schlussminute
Fußball ist sehr oft nicht gerecht. Und es sah so aus, dass diese Weisheit auch in Briesen zutreffen würde. Der VfB bestimmte die komplette 1. Halbzeit deutlich, nur ein Tor fehlte. Der erste ernsthafte Schuss auf das VfB Tor von Briesen erfolgte in der 28. min. Das zeigt, wie klar die Hohenleipischer das Spiel beherrschten. Mehrere Freistöße in aussichtsreicher Position und mehrere Ecken gab es für die Gäste. Eine Führung wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen, aber der Ball fand nicht den Weg ins Tor. Die beste Gelegenheit hatte Kapitän Daniel Gutsche, der eine Direktabnahme nach Zuspiel Kubik neben den Kasten setzte. Christoph Wenzels scharfen Schuss von halblinks hielt der Briesener Schlussmann, so dass es torlos in die Kabinen ging. Briesen kam etwas besser in die 2. Hälfte, doch der VfB hielt dagegen. Kurz hintereinander gab es Gelb für Gutsche und Gängler. Nur Minuten später entging Daniel Gängler, der von den Briesenern in der ersten Hälfte mehrfach hart gefoult wurde, nur dadurch einer Attacke des Gegners, in dem er über das lange Bein eines Brieseners sprang. Der Schieri wertete das als „Schwalbe“ und gab völlig unverständlich Gelb-Rot. Eine angebliche „Schwalbe“ im Mittelfeld zu bestrafen, niemand auf dem Sportgelände konnte das nachvollziehen. Die Mannschaft musste nun fast die ganze zweite Hälfte mit 10 Mann spielen. Wie sie das tat, verdient Respekt. Jeder kämpfte für jeden und man schaffte es auch, weiter nach vorn zu spielen. Norman Freigang wurde nach Alleingang im letzten Moment abgeblockt und nach Freistoß von Wenzel in der 76. min konnte ein Briesener Abwehrspieler gerade noch vor dem einschussbereiten Schollbach zur Ecke klären. Und dann kam die Zeit von Robert Jacobasch in seinem ersten Pflichtspiel für den VfB. In der 80. min. rettete er gegen Ducklauß und in der 85. gegen Lüdke, in dem er sich vor die frei zulaufenden Angreifer warf. Der Nachschuss nach der Ducklauß Chance klatschte gegen die Unterkante der Latte, da war der VfB im Glück. Nachdem noch eine brenzlige Situation überstanden war, schien der Punkt geschafft. Doch dann kam die 90. min. Bei einem weiten Ball an die Strafraumgrenze kam der Briesener Torwart aus dem Kasten und war sich mit seinem Libero nicht ganz einig, wer denn nun die Sache klären sollte. Robert Hagedorn konnte beide stören, der Ball war in der Luft frei und der hinzueilende Torsten Schollbach beförderte die Kugel per Kopf ins Tor. 1:0 für den VfB und nach zwei Minuten Nachspielzeit war der Sieg perfekt. Und welch ein Einstieg nach über zweijähriger Verletzungspause für Torsten. Fußball ist manchmal doch gerecht.
RSV: Galisch, Zickerow (GK, ab 66. Harnisch), Robel (GK, ab 76. Gottschalk), Anke, Brunsch, Gernetzke, Biemüller (ab. 57. Rose), Schier, Weiss-Motz, Ducklauß, Lüdtke
VfB: Jacobasch, Elsner, Merbitz, Buchwald, Lehmann, Schollbach, Gängler (GRK/56.), D. Gutsche (GK, ab 87. Biebach), Wenzel (GK), Freigang (ab 69. David) , Kubik (ab 73. Hagedorn).
Tore: 0:1 Schollbach (90.)
Schiedsrichter: Stefan Lüth (Sperenberg)
Zuschauer: 110
Bericht und Bilder: Lutz Jakob
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VfB-Torschütze Torsten Schollbach, der gerade ein Foul begangen hat, entschuldigt sich beim Briesener Spieler
Der Jubelkreis nach dem Sieg daf natürlich nicht fehlen.

Daniel Gängler zieht an.
Jobert Jacobasch bestnd seine Feuertaufe in der Landesliga.