05.03.2011 / 19. Spieltag der Landesliga Süd Brandenburg
SV Askania Schipkau - VfB Hohenleipisch 1912 0:4 (0:2)
Hohenleipisch siegt problemlos in einseitigem Derby
Neunzig Minuten Einbahnstraßenfußball prägten das Süd-Derby, das der VfB selbst mit einer durchschnittlichen Leistung gegen erschreckend schwache Askanen deutlich gewann. Mit dem Anpfiff standen die Schipkauer schon auf verlorenem Posten und liefen nur hinterher. Fußballerisch überfordert wussten sie sich sehr früh schon nur mit hartem Einsteigen zu helfen und der sichtlich übermotivierte Christian Heine wurde vom sehr gut leitenden Schiedsrichter bereits nach acht Minuten verwarnt und hätte vielleicht jetzt schon vom Trainer heruntergenommen werden müssen, denn nur eine Viertelstunde später sah er, quasi mit Ansagen und völlig zu Recht die Ampelkarte. Das Spielgeschehen diktierte der auch gedanklich schnellere VfB gegen destruktive Askanen - ein echter Torschuss in neunzig Minuten - die nach drei überstandnen brenzligen Situationen durch einen feinen Flachschuss von Norman Freigang aus spitzem Winkel in Rückstand gerieten (20.). Der Torschütze legte kurz darauf nach kraftvollem Antritt und mit viel Übersicht für Paul Werner zum 0:2 auf (22.). Damit war die Marschrichtung vorgegeben und nachdem sich die Einheimischen selbst dezimiert hatten, rollte der Ball praktisch nur noch in Richtung Kretteck-Gehäuse. Der SV-Schlussmann stand mehrfach im Mittelpunkt, aber selbst seine Unsicherheiten konnte die VfB-Elf nicht ausnutzen und vergab mehrere gute Möglichkeiten, sodass mit der Hohenleipischer Zwei-Tore-Führung die Seiten gewechselt wurden. Im zweiten Durchgang änderte sich überhaupt nichts auf dem Platz. Hohenleipisch spielte nach Belieben gegen harmlose Schipkauer, machte sich das Leben teilweise jedoch selbst etwas schwer. VfB-Tormann Daniel Amende hatte derweil Mühe, sich warm zu halten und bekam nach 53 Minuten den ersten Ball auf seinen Kasten. Mit Mann und Maus verteidigte der SV am Strafraum, musste nach gut einer Stunde dann aber das 0:3 hinnehmen. Einen der zahlreichen Freistöße verwandelte Paul Werner platziert und ließ dem Keeper keine Chance (62.). Zweifelte bisher schon keiner auf dem Sportgelände am Gäste-Erfolg, war das Spiel nun auch numerisch entschieden. Hohenleipisch versäumte es in der Folgezeit, weiter zu erhöhen. Paul Werner konnte im Strafraum nicht vom Ball getrennt werden, bei mehreren Versuchen war aber immer wieder ein Bein dazwischen. Bestens postiert verfehlte Christoph Wenzel per Kopf das vierte Tor. Im Gegenzug hatten die Askanen mit einem Konter ihre wohl offensivste Aktion. Maik Becker wurde dabei weit abgedrängt und setzte den Ball an das Außennetz (69.). Auf der anderen Seite hatte die Hintermannschaft permanent Stress. In Tore ummünzen konnte der VfB seine Überlegenheit nur noch einmal, bezeichnender Weise nach einfachem, klarem Spiel über die Außen. Torsten Schollbach erkämpfte sich das Leder zurück, passte auf Sascha Gutsche, der Norman Freigang schickte. Dessen Eingabe brauchte Christoph Wenzel nur noch über die Linie drücken (85.). Am Ende wurde es den Gästen, die kommende Woche das nächste Derby vor sich haben, leichter gemacht als vermutet. Schipkau wird im Kampf um den Klassenerhalt seine Punkte ohnehin gegen andere Mannschaften holen müssen, ohne Steigerung wird das aber auch in diesen Spielen äußerst schwer.
SVA: T. Krettek, Stroech, Riemer (GK), Kern (23. Günther, 46. Hake), Meyer, Heine (GR), Gropp, St. Krettek (GK), Müller (GK), Becker, F. Pohl (71. Georke).
VfB: Amende, David, Merbitz, Schollbach, Hagedorn (74. Roigk), Gängler, Werner, Wenzel, D. Gutsche, S. Gutsche, Freigang.
Tore: 0:1 Freigang (20.), 0:2 P. Werner (22.), 0:3 P. Werner (62.), 0:4 Wenzel (85.)
Schiedsrichter: Michael Lockan (Cottbus)
Zuschauer: 150
Bericht und Bilder: Frank Thiemig
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Schon von Anfang an war Askania mit Verteidigen beschäftigt. Hier köpft Thomas Meyer das Leder heraus, während die Hohenleipischer zu dritt zur Stelle sind.
Stetiger Unruheherd war Norman Freigang, hier gegen Björn Gropp.

Der insgesamt unsichere Schipkauer Tormann Toni Kretteck fängt hier das Leder vor Paul Werner.
Eingehakt – Florian Pohl artistisch mit Daniel Gängler im Duell.