02.10.2010 / 7. Spieltag der Landesliga Süd Brandenburg
RSV Waltersdorf - VfB Hohenleipisch 1912 2:1 (0:1)
Vermeidbare erste Saisonniederlage für den VfB
Durch eine etwas unglückliche und daher ärgerliche Niederlage verpasste es der VfB, auch im siebten Spiel ungeschlagen zu bleiben und die Verfolger auf Distanz zu halten. Zwar führt der VfB immer noch die Tabelle an, jedoch rückte vorn alles eng zusammen. In einem typischen umkämpften Remis-Spiel, von vielen Unterbrechungen durch taktische Fouls gekennzeichnet, siegte am Ende die Mannschaft, die halt einen gravierenden Schnitzer weniger produzierte, da herausgespielte gute Torchancen eigentlich Mangelware blieben. Hohenleipisch ergriff sofort die Initiative und ließ den RSV überhaupt nicht ins Spiel finden. „Kompliment an Hohenleipisch, für diesen erfrischenden Fußball, den die Mannschaft in der ersten Hälfte geboten hat.“ so RSV-Coach Volker Löbenberg. Schnell bekam der VfB Möglichkeiten und nachdem Christian David eine Freistoßflanke knapp verpasste (6.) nutzte Sascha Gutsche einen Abwehrschnitzer zur Gästeführung (11.), die Norman Freigang fast ausgebaut hätte (13.). Ein Freistoß (15.) und ein flach verzogener Ball von Dennis Kutrieb (18.) waren die ersten nennenswerten Szenen der Platzherren, die auch in der Folge zu statisch wirkten, gleich wenn sie sich etwas besser gefunden hatten. Das Schlussdrittel von Durchgang eins gehörte wieder den Gästen, die aber aus den sich bietenden Räumen nach gutem Umkehrspiel zu wenig machten, indem beim letzten Pass oft die Präzision fehlte oder man zu überhastet agierte. Bei etwas mehr Abgeklärtheit in den Strafraumsituationen hätte man den Vorsprung durchaus ausbauen können. Die beste Chance dazu hatte Daniel Gutsche, der den Ball in freistehend über den Kasten schoss (39.), nachdem sich Minuten zuvor Norman Freigang nach einen schönen Angriff vergeblich versucht hatte. Ein 2:0 hätte dem VfB-Spiel natürlich mehr Ruhe verliehen, so aber blieb es beim knappen Spielstand. Praktisch mit dem Pausenpfiff vereitelte Daniel Amende die einzige RSV-Möglichkeit und hielt den Kopfball von David Karaschewitz. Mit Wiederbeginn zeigten sich die Einheimischen engagierter, aber erst eine Hohenleipischer Schlafeinlage bei eigenem Ballbesitz ermöglichte dem quirligen Dennis Kutrieb eine Chance, die der VfB-Keeper sehr gut entschärfte (54.). Im Gegenzug setzte sich Norman Freigang unnachahmlich gegen vier Waltersdorfer durch, gezielt abschließen konnte er nicht mehr. Gerade noch gut reagiert, machte der Gästetormann bei Mike Jesses Freistoß keine gute Figur und es stand plötzlich 1:1 (57.). „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht unbedingt schlechter gespielt, Waltersdorf nutzte aber nach dem aus unserer Sicht überraschenden Gegentreffer das 15-minütige Durcheinander und die verlorengegangene Ordnung in unserem Spiel. In dieser Phase versäumten wir es auch vorn Bälle zur Entlastung zu behaupten.“ schätzte VfB-Trainer Henrik Pohlenz die Spiel entscheidende Phase ein. Dabei hatte man sogar die Chance zur Führung, als Norman Freigang nach erneut schöner Einzelaktion auf den mitgelaufenen Daniel Gutsche hätte querlegen sollen (64.). Andreas Fricke holte auf der anderen Seite clever seinen mittlerweile dritten Saison-Elfmeter heraus und Routinier Jesse verwandelte scharf und platziert vom Punkt (70.). Zwei Standards hatten das Spiel gedreht, aber die Gäste wollten in den Schlussminuten noch den Ausgleich. Ein Rückpass von der Grundlinie fand keinen Abnehmer vor dem Tor (83.), dann musste Dennis Ganschow im Liegen gegen Norman Freigang zweimal nachfassen (84.) und schließlich strich der Flachschuss von Christoph Wenzel am langen Pfosten vorbei (90.). In der Nachspielzeit warfen die Gäste alles nach vorn, es half jedoch nichts und als auch der Schussversuch von Thomas Buchwals im Anschluss an die letzte Ecke daneben gegangen war, stand der RSV-Sieg fest. Die erwartete harte Bewährungsprobe gegen den Staffelfavoriten aus Waltersdorf wurde es allemal und die Hohenleipischer hatten sich durchaus behauptet, einen möglichen Teilerfolg oder mehr quasi selbst aus den Händen gegeben. Nicht unerwähnt darf die gute Leistung des Unparteiischen bleiben, der die Partie sehr sachlich und besonnen leitete.
RSV:Ganschow, Käfert, Schrepffer, D. Karaschewitz, Jesse (GK), Fritsche (GK, 31. Lotz GK), Staude (GK), Reinholz, Mielke (59. Sediji, GK), Kutrieb (GK), Fricke
VfB: Amende, Elsner (GK), Buchwald, Merbitz, David, Schollbach (GK), Hagedorn, Gängler (80. Lehmann), D. Gutsche, Freigang, S. Gutsche (66. Wenzel).
Tore: 0:1 S. Gutsche (11.), 1:1 Jesse (57.), 2:1 Jesse (70. FE)
Schiedsrichter: Kay Seifarth (Eberswalde)
Zuschauer: 236
Bericht und Bilder: Frank Thiemig
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Mächtig viel Glück für Frank Fritsche, dass er hier keine „Karte“ gesehen hat. Gelb war’s allemal, so wie er Sascha Gutsche hier festhält.

Hier noch mal gezoomt.
Erste Möglichkeit im Spiel und Christian David kommt nicht richtig an den Ball.

Hier netzt Sascha Gutsche zur Führung ein.
Der gut leitende Schieri Kay Seifarth entscheidet hier auf Freistoß für Karsten Staude.