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VfB Hohenleipisch 1912 - 1. FC Guben 3:3 (0:0) |
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VfB
mit Energieleistung - Kräfteverschleiß ist unübersehbar
Durch
ein letzter Minute erzieltes Unentschieden gegen konterstarke
Gubener bleibt der VfB auf Platz zwei. Allerdings wurde
deutlich sichtbar, dass die Hohenleipischer Spieler mit
den Kräften und der Konzentration am Ende sind, aber
wer will es den Jungs nach 14 Spielen in reichlich 40
Tagen verdenken. Trotzdem holte die Mannschaft in der
Schlussphase erneut einen Zwei-Tore-Rückstand auf,
was man hoch anrechnen muss. Von Beginn an taten sich
die Platzherren schwer, hatten freilich Feldvorteile,
mehr aber auch nicht. Guben, in bester Besetzung angereist,
stand gut gestaffelt, konnte sich immer wieder geschickt
lösen und wartete mit ansehnlichem Konterspiel auf.
Dabei kam ihnen entgegen, dass die VfB-Elf verunsichert
wirkte und die Bälle relativ leicht verlor. Abgesehen
von einer Großchance der Platzherren (27.) und einer
gefährlichen Strafraumszene der Neißestädter
(36.), gab es im ersten Durchgang kaum Abschlüsse,
infolge dessen das torlose Halbzeitergebnis die logische
Folge war. Die zweite Hälfte sollte sich dagegen
sehr torreich gestalten und kurz nach Wiederanpfiff ging
es damit schon los. Der VfB verteidigte inkonsequent,
Besford Bunjaku stach gedankenschnell in einen zum locker
gespielten Pass und brachte den 1. FC in Führung
(48.). Im Gegenzug gab es nach Foul an Christoph Wenzel
Strafstoß, den Daniel Gutsche sicher zum sofortigen
Ausgleich verwandelte (49.). Richtig nach vorn brachte
der Treffer die Einheimischen nicht, denn die Gubener
spielten kompakt weiter und zeigten sich überhaupt
nicht geschockt. Im Gegenteil hatten sie Möglichkeiten
zur erneuten Führung. Erst faustete Daniel Amende
einen klasse geschossenen Freistoß heraus (53.)
und dann verfehlte Paul Proske per Kopf nach einer Freistoßflanke
den VfB-Kasten nur knapp (54.), genau wie Oliver Nitzschke
wenig später. Auch Andrè Götze scheiterte
aus acht Metern in halblinker Position am VfB-Tormann
(64.). Damit schien die schwierigste Phase für Hohenleipisch
vorbei und man wurde wieder selbst aktiver und nun auch
gefährlich. Ein wunderbarer Angriff über die
rechte Seite brachte die erste Möglichkeit, aber
Daniel Gutsche köpfte die Hagedorn-Flanke über
die Querlatte (71.) und nur eine Minute später ging
die Kugel noch knappe am Tor vorbei. Statt des 2:1 hieß
es dann aber plötzlich 1:2, nachdem Marcel Babinowski
einen Fehlschlag in der Hohenleipischer Abwehr abstauben
und per Heber im leeren Tor versenken konnte (77.). Diese
Aktion, spätestens aber die Entstehung des 1:3 kurz
darauf machte klar, dass die Dauerbelastung in jeder Beziehung
ihre Spuren hinterlassen hatte. Umso bemerkenswerter die
Energieleistung der VfB-Kicker, die in der aufregenden
Schlussphase allesamt auf die Zähne bissen, sich
noch einmal aufrafften und schließlich belohnt wurden.
Mit einem knallharten und platzierten Freistoß genau
neben den kurzen Pfosten stellte Daniel Gutsche den Anschluss
her (84.). Guben spielte, durch-aus verständlich,
aber recht aufreizend auf Zeit, während Hohenleipisch
etwas aufrückte und nun auch noch den Ausgleich wollte.
Ein Gäste-Konter wurde zwar noch einmal gefährlich
(87.), aber nach einer Freistoßflanke netzte Christoph
Wenzel im zweiten Versuch zum umjubelten Ausgleich ein
(90.). Sollte jetzt vielleicht noch einmal aus einem 1:3
ein 4:3-Sieg werden? Dazu reichte es diesmal nicht, wäre
gegenüber den deutlich besser als ihre Tabellenplatzierung
vermuten lässt, spielenden Gubenern, womöglich
auch ungerecht gewesen. Vollkommen unnötig und sinnlos
dann die Ampelkarte von FC-Spieler Michael Kaluza kurz
vor dem Abpfiff. Der beklatschte seine Verwarnung nach
Foulspiel hämisch in Richtung Schiedsrichter, der
das offensichtlich wohlwollend ignorieren wollte, Kaluza
seine Aktion aber wiederholte und so quasi um den Roten
Karton bettelte. Am Ende gingen die geschlauchten VfB-Spieler
sogar mit dem Positiv-Effekt des aufgeholten Rückstandes
vom Platz und hätten mit einer Punkteteilung kommenden
Samstag gegen Rüdersdorf den Vizemeistertitel sicher,
nachdem man eine komplette Halbserie praktisch in acht
Wochen absolviert hat. |
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VfB:
Amende, Elsner, Buchwald, Merbitz, St. Werner,
Hagedorn (76. Lehmann), Schollbach, Wenzel, D. Gutsche,
P. Werner, S. Gutsche. |
| 1.
FC: Skobel, B. Schulz, Nitschke, Wessel (GK),
Proske (GK), Bejt. Bunjaku, Kaluza (GRK), Götze (GK),
Besf. Bunjaku (80. Koschack), Babinowski, Fahrenkrug (GK,
90.+3 Müller). |
Tore:
0:1 Besf. Bunjaku (48.), 1:1 D. Gutsche (49., FE), 1:2,
1:3 Babinowski (77., 81.), 2:3 D. Gutsche (84.), 3:3 Wenzel
(90.) |
Schiedsrichter:
Uwe Schulz (Neuhausen) |
Zuschauer:
182 |
Bericht
und Bilder: Frank Thiemig
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