11.09.2010 / 4. Spieltag der Landesliga Süd Brandenburg
VfB Hohenleipisch 1912 - SV Askania Schipkau 2:1 (0:1)
VfB für geduldiges Spiel kurz vor Schluss belohnt
Genau wie man es erwarten konnte oder besser musste, verlief das Spiel und schließlich wurde es das prophezeite harte Stück Arbeit für die Heim-Elf. Die Gäste mit stark defensiver Orientierung mussten sich gegen Dauerangriffe der Platzherren wehren und gingen dabei durchaus robust zu Werke. Der VfB hatte mit Flügelspiel und Tempo schon das richtige Rezept, erspielte sich teils ansehnlich einige sehr gute Chancen – allein es fehlte ein Tor, das vieles erleichtert hätte. Tommy Lehmanns Schuss ging schon nach fünfzig Sekunden knapp über den Torwinkel, Daniel Gängler verzog nach Torwartfaustabwehr (6.), Sascha Gutsche ließ das Leder an der Querlatte streifen (9.) und Robert Hagedorn scheiterte nach sehr schöner Kombination über die rechte Seite (16.). Oft machten es sich die VfB-Kicker vor dem Tor jedoch selbst zu kompliziert, hatten bei einem Pfostentreffer auch Pech (20.), genau wie Norman Freigang der eine schöne Lehmann-Flanke um Zentimeter daneben köpfte (22.), oder der unermüdliche Sven Kubik, dem der Ball völlig freistehend aus Nahdistanz versprang (26.). Nach einer halben Stunde ließ sich Hohenleipisch etwas auf das Kampfspiel der Gäste ein. Diese waren bis dahin nicht einmal am gegnerischen Strafraum, wären aber beinahe in Führung gegangen als ein Freistoß durch die Mauer ging und den langen Pfosten touchierte (34.). Ihr zweiter richtiger Angriff brachte eine Ecke und der vollkommen allein gelassene Enrico Wähner hatte keine Mühe, einzunetzen (37.). „Das ist nun mal Fußball!“ – hörte man nicht nur einmal in diesem Moment, als das Spiel total auf den Kopf gestellt worden war. Unbeeindruckt drängte der VfB wieder. Ein sehr schöner Kopfballtreffer von Torsten Schollbach fand jedoch wegen angeblicher Abseitsstellung keine Anerkennung (43.). Mit Wiederbeginn machten die Hohenleipischer mit Tempo weiter und Schipkaus Keeper stand mehrfach im Mittelpunkt. Zunächst ließ man wieder Möglichkeiten verstreichen, bis Nor-man Freigang vom rechten Strafraumeck abzog. Fast hätte sein straffer Schuss genau unter den Querbalken gepasst, so aber sprang der Ball von der Lattenunterkante hinter die Torlinie auf und von dort zurück ins Feld. Der Assistent zeigte sofort zur Mittellinie und Schritt Nr. eins der Aufholjagd war geschafft (63.). Schipkau kämpfte unverdrossen und versuchte den einen oder anderen langen Ball als Konteransatz, blieb aber letztlich harmlos. Die Einheimischen wollten jetzt den Siegtreffer. Rechts setzte sich Norman Freigang gegen drei Askanen durch, im Sechzehner wurde sein Schuss jedoch geblockt, wie auch einige andere zuvor. Hauptsächlich Sebastian Stroech klärte so manche Situation kompromisslos. Spielte Askania von Anfang an schon etwas auf Zeit, wurde ihnen das aufreizende Verzögern in der Schlussphase zum Verhängnis. Der schon verwarnte Maik Becker übertrieb es, musste mit der Ampelkarte vorzeitig vom Feld (75.) und erwies seiner Mannschaft einen Bärendienst. Der Ball kam aus der Schipkauer Hälfte nun fast gar nicht mehr heraus, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. Dabei spielten die Hohenleipischer geduldig, verließen nicht ihre Linie und packten auch gegen Ede der Partie nicht die Brechstange aus. Der gerade eingewechselte Robert Merbitz erlöste Spieler, Trainer und Fans mit einem trockenen Schuss nach einer kurzen Ecke von Tommy Lehmann. Noch drei ganz dicke Möglichkeiten ergaben sich bis in die Nachspielzeit gegen die nun in Auflösung befindliche Askanen-Hintermannschaft, es blieb aber beim hoch verdienten und schwer erarbeiteten Dreier für den VfB, der damit weiter an der Tabellenspitze bleibt. „So ein Spiel musst Du erstmal gewinnen!“ war jetzt der meistgebrauchte Satz auf den Rängen und da klang durchaus Anerkennung für die VfB-Elf mit, die kommende Woche schon das nächste Derby in Tettau vor sich hat.
VfB: Amende, Elsner, Buchwald, David (79. Merbitz), Lehmann, Schollbach, Hagedorn, Gängler, S. Gutsche, Freigang, Kubik.
Askania: Gröbe, Stroech, Wojtczak, Bauer (GK), Becker (GRK / 75.) Gropp, Paul (GK), Goerke (GK), Wähner, Pohl (GK), Müller (GK).
Tore: 0:1 Wähner (37.), 1:1 Freigang (63.), 2:1 Merbitz (84.)
Schiedsrichter: Heiko Heinze (Drebkau)
Zuschauer: 205
Bericht und Bilder: Frank Thiemig
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Sascha Gutsche wird geblockt. Überhaupt war in der vielbeinigen Askanen-Abwehr immer ein Bein dazwischen.
Sebastian Stroech als Abräumer. Hier köpft er vor Torsten Schollbach die Kugel weg, nachdem sein Keeper daneben gelangt hatte.

Sven Kubik wird von dem Nachwuchstalent Tobias Bauer bedrängt.
Kopfball 1: Patrick Paul kommt vor Torsten Schollbach an den Ball.