Die Kicker vom Süd-Landesligisten
VfB Hohenleipisch erwiesen sich am Mittwochabend im
Nachholspiel des Landespokal-Viertelfinals einmal
mehr als Favoritenschreck. Mit einem knappen 1:0 (0:0)-Heimsieg
warfen sie den höherklassigen Brandenburgligisten
SV Falkensee-Finkenkrug aus dem Rennen. Den einzige
Treffer des Spiels erzielte Robert Hagedorn für
die Gastgeber in der 47. Minute. Vorausgegangen war
ein grober Schnitzer von Falkensees Abwehrspieler
Kevin Nofz, der dem Torschützen den Ball praktisch
vor die Füße legte.
Bitterer
Beigeschmack des Pokalduells vor 283 Zuschauern waren
aus Falkenseer Sicht drei gelb-rote Karten für
Spieler der Gästeelf. Aus der Mannschaft von Trainer
Frank Rohde mussten Selcuk Birgin kurz vor Ende der
ersten Halbzeit, FF-Kapitän Jens Eckl und Verteidiger
Torsten Staude vorzeitig zum Duschen. Nicht nur zu den
Platzverweisen, sondern auch zu einer ganzen Reihe weiterer
fragwürdiger Entscheidungen von Schiedsrichter
Jens Cyrklaff (Neuhausen) wollten sich nach dem Spiel
weder Coach Rohde noch die Falkenseer Akteure etwas
sagen.
Konkreter
wurden einige der wenigen mitgereisten Gästefans.
Sie äußerten sich verwundert über ihrer
Meinung nach einseitigen „Kartenspiele“
des sogenannten Unparteiischen. Denn während auf
Falkenseer Seite fast jeder Zweikampf mit einer Verwarnung
geahndet wurde, blieben ähnliche Aktionen der Gastgeber
unbestraft. „Wenn wir gewusst hätten, was
hier abläuft, hätten wir uns die beschwerliche
Reise hierher mitten in der Woche sparen können“,
war ein FF-Fan sauer.
Falkensees
Trainer Frank Rohde beurteilte das Geschehen eher nüchtern.
„In der ersten Halbzeit war Hohenleipisch das
klar bessere Team. Die Gastgeber hatten auch zwei, drei
gute Torchancen, bei denen aber unser Torwart gut gehalten
hat. Da hat man schon gesehen, warum Hohenleipisch unter
anderen den Oberligisten SV Altlüdersdorf oder
den Brandenburgligisten FC Strausberg aus dem Rennen
geworfen hat“, so Rohde.
Während
die Falkenseer bei ihren Angriffsbemühungen in
den ersten 45 Minuten meist in den Ansätzen stecken
blieben, wurden die Gäste erstaunlicherweise gefährlicher,
als sie in Unterzahl agierten. Die größte
Chance besaß Daniel Scheinig nach guter Vorarbeit
von Vuninhu Alves, als nur noch neun FF-Akteure auf
dem Platz waren. Er schoss aber knapp über das
Tor. Wenig später tauchte plötzlich der eingewechselte
Alexander Knappe frei vor dem Keeper der Gastgeber auf,
scheiterte aber ebenfalls. Hohenleipisch wackelte am
Ende etwas. Die dezimierten Falkenseer konnten daraus
aber kein Kapital mehr schlagen.
„Wir
können uns nun auf die Gespräche mit den Spielern
mit Blick auf die kommende Saison konzentrieren“,
sagte Rohde. (Von Axel Eifert)
(Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de)