11.05.2011 / Viertelfinale im Landespokal
VfB 1912 (LL-Süd) - SV Falkensee-Finkenkrug (BBL) 1:0 (0:0)
Die Kicker vom Süd-Landesligisten VfB Hohenleipisch erwiesen sich am Mittwochabend im Nachholspiel des Landespokal-Viertelfinals einmal mehr als Favoritenschreck. Mit einem knappen 1:0 (0:0)-Heimsieg warfen sie den höherklassigen Brandenburgligisten SV Falkensee-Finkenkrug aus dem Rennen. Den einzige Treffer des Spiels erzielte Robert Hagedorn für die Gastgeber in der 47. Minute. Vorausgegangen war ein grober Schnitzer von Falkensees Abwehrspieler Kevin Nofz, der dem Torschützen den Ball praktisch vor die Füße legte.

Bitterer Beigeschmack des Pokalduells vor 283 Zuschauern waren aus Falkenseer Sicht drei gelb-rote Karten für Spieler der Gästeelf. Aus der Mannschaft von Trainer Frank Rohde mussten Selcuk Birgin kurz vor Ende der ersten Halbzeit, FF-Kapitän Jens Eckl und Verteidiger Torsten Staude vorzeitig zum Duschen. Nicht nur zu den Platzverweisen, sondern auch zu einer ganzen Reihe weiterer fragwürdiger Entscheidungen von Schiedsrichter Jens Cyrklaff (Neuhausen) wollten sich nach dem Spiel weder Coach Rohde noch die Falkenseer Akteure etwas sagen.

Konkreter wurden einige der wenigen mitgereisten Gästefans. Sie äußerten sich verwundert über ihrer Meinung nach einseitigen „Kartenspiele“ des sogenannten Unparteiischen. Denn während auf Falkenseer Seite fast jeder Zweikampf mit einer Verwarnung geahndet wurde, blieben ähnliche Aktionen der Gastgeber unbestraft. „Wenn wir gewusst hätten, was hier abläuft, hätten wir uns die beschwerliche Reise hierher mitten in der Woche sparen können“, war ein FF-Fan sauer.

Falkensees Trainer Frank Rohde beurteilte das Geschehen eher nüchtern. „In der ersten Halbzeit war Hohenleipisch das klar bessere Team. Die Gastgeber hatten auch zwei, drei gute Torchancen, bei denen aber unser Torwart gut gehalten hat. Da hat man schon gesehen, warum Hohenleipisch unter anderen den Oberligisten SV Altlüdersdorf oder den Brandenburgligisten FC Strausberg aus dem Rennen geworfen hat“, so Rohde.

Während die Falkenseer bei ihren Angriffsbemühungen in den ersten 45 Minuten meist in den Ansätzen stecken blieben, wurden die Gäste erstaunlicherweise gefährlicher, als sie in Unterzahl agierten. Die größte Chance besaß Daniel Scheinig nach guter Vorarbeit von Vuninhu Alves, als nur noch neun FF-Akteure auf dem Platz waren. Er schoss aber knapp über das Tor. Wenig später tauchte plötzlich der eingewechselte Alexander Knappe frei vor dem Keeper der Gastgeber auf, scheiterte aber ebenfalls. Hohenleipisch wackelte am Ende etwas. Die dezimierten Falkenseer konnten daraus aber kein Kapital mehr schlagen.

„Wir können uns nun auf die Gespräche mit den Spielern mit Blick auf die kommende Saison konzentrieren“, sagte Rohde. (Von Axel Eifert)
(Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de)