Deutsche Eiche Kraupa - VfB Hohenleipisch 1912 II 2:2
(2:1)
In
der Nachspielzeit zum Remis
In
einem schwachen Nachbarschaftsderby quälte sich Hohenleipisch
II am Ende zu einem Remis. Während des ganzen Spiels
fanden die Gäste kein geeignetes Mittel und konnten
sich kaum Chancen erspielen. Kraupa stand mit zwei Reihen
in der eigenen Hälfte und setzte mehr oder weniger
auf lange Bälle auf die vorn lauernden Ferdinand
und Stegemann. Der VfB hatte durch Braun nach einer Ecke
die erste Torszene (3.), jedoch blieben danach die Angriffe
meist am Strafraum stecken und es wurde zu viel durch
die Mitte gespielt, wo es ohnehin schon sehr eng war.
Auch Standards verpufften. Die Platzherren gingen durch
einen fragwürdigen Foulelfmeter, den Müller
verwandelte, in Führung (22.). Hier ließ der
insgesamt schwache, aber gestenreich agierende Schiedsrichter
jegliches Maß vermissen, hatte er in der Anfangsphase
Kraupas Preuß nach zwei schweren Fouls nicht einmal
verwarnt. Ohnehin reiste das Trio sehr spät an, sodass
nicht pünktlich angestoßen werden konnte und
ließ die Aktiven in der Halbzeit sehr lange auf
dem Platz warten. Die Führung der Kraupaer passte
natürlich perfekt in ihr Spielkonzept und sowohl
Ferdinand, als auch Stegemann kamen zweimal in gute Position.
Hohenleipisch war jetzt etwas engagierter und nachdem
über Biebach und Roigk eine der wenigen gelungenen
Kombinationen lief, fiel prompt der Ausgleich durch Roigk
(31.). Man konnte aber nicht nachlegen und die an diesem
Tag unsortiert wirkende Abwehrreihe sah beim 2:1 durch
Stegemann nicht gut aus. Rechts setzte sich Ferdinand
durch, ein abgewehrter Ball prallte zu ihm zurück,
das Leder kam zum frei stehenden Stegemann, der flach
ins lange Eck traf (42.). Die zweite Hälfte gestaltete
sich zu einem fast wirkungslosen Anrennen der Gäste,
denen aller Ballbesitz nichts nützte. Kraupa versuchte
Konter zu setzen, aber nur einmal klappte es auch, jedoch
verstolperte Stegemann eine einhundertprozentige Chance
(59.). Mit einem Handstrafstoß, der genau wie der
erste Elfer strittig war, hatten die Gäste den Ausgleich
vor Augen. Hoyer parierte jedoch gegen Biebach (78.) und
hielt so den knappen Vorsprung für seine Elf. Auch
im Publikum, das zur guten Hälfte aus Hohenleipisch
herüber gekommen war, glaubte wohl kaum einer, dass
sich noch etwas tun könnte. Die Nachspielzeit war
auch schon fast vorbei und die letzte Aktion sollte ein
VfB-Freistoß sein. Hoyer hatte den von Werner getretenen
Ball gefaustet und seine Vorderleute bekamen ihn nicht
aus der Gefahrenzone, sodass Braun die Kugel im Gewühl
über die Linie drücken konnte (90.+3).